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Michael Bauergestorben am 3. Juni 2026

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Lieber Michael, einmal haben wir uns verpasst, da hatten wir alle vor Enttäuschung nichts zu lachen. Sonst aber meistens, wenn wir uns in unterschiedlichen Szenarien getroffen haben: in einer Autorengruppe, im Konzert, beim Pizzabäcker, im Theater und besonders im Chawwerusch.
Unvergessen deine Hochzeit mit Monika auf der grünen Wiese in Herxheim.
Da waren wir meistens heiter vor Freude über ein Wiedersehen, selbst bei so einer früheren Ankündigung, wie „Mei Freundin hat die Pill’ vergeß“. Ganze Romane verbergen sich hinter einer solchen Aussage.
Ebenso unergründlich dein Gedicht, bei dem kein Pfälzer behaupten kann, er hätte nichts gewusst:
Han die, wo fortgefahr wor sin,
han die eichentlich „Han“ gesaa?
Odder han die „Hun“ gesaa?
Odder han die effentwell „Häbb“ gesaa?
Han die iwwerhaupt „Gesaa“ gesaa?
Odder han die „Gesaat“ gesaa?
Un „Han“ odder „Hun“?
Un du?
Wie haschtn du gesaa?
„Han“ odder „Hun“?
Mit dem „Dom“ hast du es geschafft, das ganze Land zu Verlautbarungen zu bewegen: Vom gequälten Aufschrei bis zu Begeisterungsausrufen waren alle Resonanzen weithin zu hören und zu lesen.
Generationenübergreifend hallte dein Fußballblues nicht nur im Fritz Walter Stadion.
Für mich jedenfalls bist du ein Gedichte- und Liedermacher geblieben, auch wenn es später keine öffentlichen Auftritte mehr gegeben hat. Und so still war es um dich in der letzten Zeit.
Gefragt, wie dein eigener Nachruf auf Michael Bauer lauten würde, höre ich dein holpriges Lachen mit dem tiefgründigen Brustton. Ich vermisse dich. Uscha Forster